Die eisenzeitliche Besiedlung
Das Gelände der Altenburg war für eine Besiedlung gut geeignet. In diesem Bereich, „Grüne Platte“ genannt, konnten Reste von Wohnhäusern nachgewiesen werden. Die Pfosten der Häuser zeigten sich als dunkle Verfärbungen im Boden. Dazu kommen mehrere zehntausend Keramikscherben, die leider nicht alle geborgen wurden.
Die zahlreichen Pfostengruben lassen sich nur in Ausnahmefällen zu Hausgrundrissen ergänzen. Wo es gelang, sind die kleinen Häuser mit einer Seitenlänge von drei bis sechs Metern rekonstruierbar. Grubenhäuser sind nicht nachweisbar.
Bereiche ohne Befunde können als Wege zwischen den Häusern interpretiert werden. Zu den Häusern gehörten Gruben, die man zur Entsorgung der Abfälle nutze. Außerdem fanden sich Feuerstellen und Öfen. Weitere Siedlungsstellen fanden sich auf den künstlich angelegten Terrassen am Rand des Plateaus. Ob diese so genannten Podien handwerklich oder landwirtschaftlich genutzt wurden, ist nicht bekannt. In der letzten Nutzungsphase der Altenburg wurde auch der Falkenstein Sattel besiedelt.
Wie viele Häuser auf der Altenburg bestanden und wie viele Menschen hier lebten, kann beim derzeitigen Kenntnisstand nicht gesagt werden. Die Bewohner ernährten sich z.B. von Spelzgester, Emmer, Erbsen und Haselnüssen. Wahrscheinlich aßen sie auch Fleisch vom Schwein oder Rind, doch haben siech die Knochen nicht erhalten.
Anhand von Funden lassen sich verschiedene handwerkliche Tätigkeiten nachweisen. Zum Schmiedehandwerk gehören Amboss, Feile und Eisenbarren. Andere Funde erschließen die Lederverarbeitung und den Ackerbau.